Montag, 22.04.2024 18:16 Uhr

Paraiba - Unique Private Bank - Trillant - das Ende?

Verantwortlicher Autor: Marc Vincent Dietz Florida-Wien-Komoren, 13.09.2023, 21:15 Uhr
Presse-Ressort von: Marc Vincent Dietz Bericht 6252x gelesen
Die drei zerschlagenen Säulen eines Scams: Stable-Coin - Value-Token - Marktplatz
Die drei zerschlagenen Säulen eines Scams: Stable-Coin - Value-Token - Marktplatz   Bild: Marc Vincent Dietz

Florida-Wien-Komoren [ENA] Weiterhin kein Beleg für die Seriosität der Bank, ein mangels finanzieller Grundlage nicht zu listender und gekillter Stable-Coin, ein ins Nirwana der Wertlosigkeit gefallener ehemals hochgepriesener Value-Token und ein konfuser Marktplatz, der die Händler ruiniert - das TTT-System ist demaskiert.

Wellington/FL-USA, Wien/AT [ENA] - Dieser Artikel schließt zum einen an dem Artikel „Unique Private Bank Ltd - banking licence oder -lie sense?“ vom Februar 2023 an und schließt zum anderen dieses Thema im Bereich dieses Presseressorts ab. Ein Anschluss erscheint insoweit nötig, da in der Folge der Veröffentlichung des ersten Artikels und der Verarbeitung des Artikels in einigen Videointerviews erstaunliche Statements der Verantwortlichen kundgetan wurden und zudem die schon im Artikel vom Februar dieses Jahres geschilderte Dynamik sich durch die fortlaufende Entwicklung zu Ungunsten der Anleger und der meisten Händler bestätigt hat.

Und das Trauerspiel wird damit weiter fortgesetzt, dass nun die sogenannte dritte Säule TRIL entgegen den ursprünglichen Verlautbarungen maßgeblich verändert wurde und zudem eine Auszahlung der bereits gewonnenen Beträge nur noch über eine weitere Einzahlung möglich ist. Daher ist nun ein Abschluss sinnvoll, um den Frieden eines jeden Beteiligten durch eine hiermit angeregte Selbsterkenntnis im Sinne der Reflektion von Verantwortungsübernahme und -abgabe zu ermöglichen. Zudem erscheint es nicht förderlich, die eigene Energie weiterhin an den Voyeurismus hinsichtlich eines offensichtlich darbend sterbenden Systems zu binden.

Daher unternimmt dieser Artikel im zweiten Teil, den Versuch, die mit dem Phänomen Paraiba / Unnique Private Bank et al. / Trillant-Trillon-Trillando verbundenen Energien sichtbar zu machen und im Sinne einer eher supervisorischen Einordnung diesem exemplarischen Zeitphänomen einer Suggestion finanzieller Freiheit und einer neuen Ära des Finanzsystems (future of finance) nachzuspüren. Dem geneigten Leser erwartet daher zunächst eine sachliche und teilweise kommentierte Darstellung relevanter Vorkommnisse und Äußerungen und in der Folge eine Reflektion auf eine für dieses Themenfeld eher ungewöhnliche Weise.

Ein letzter Blick in den Wahnsinn

Daher folgt nun noch ein letztes Mal ein Blick in den Wahnsinn der Matrix, der der Beginn sein kann, um zumindest in der Matrix zu erwachen und um einen Perspektivwechsel zu wagen, ein erstes Lutsche an der "Roten Pille", ein erster Schritt, der vielleicht auch irgendwann der Beginn des Ausstiegs aus der Matrix sein kann. Parallel zur Veröffentlichung des ersten Artikels setzte die Entwicklung des weiterhin von vielen Beteiligten gehypten Projekts Trillant-Trillon-Trillando (im Folgenden mit TTT abgekürzt) ihren unrühmlichen Verlauf fort.

Der Rohrkrepierer 1Million Dollar Raffle

So wurde z.B. die als sensationelle Promotion-Aktion zelebrierte 1Million Dollar Raffle, die über einen Zeitraum von vier Monaten (Dez. 22 bis März 23) mittels der Verlosung hochwertige Sportwagen neue Kunden und frisches Geld ins System holen sollte, ein peinlicher Rohrkrepierer. Schon hier hätte jedem Menschen anhand der Form und des Ergebnisses mehr als deutlich werden müssen, wie es um das Projekt TTT bestellt ist und dass der nach außen formulierte Anspruch und die Wirklichkeit sich wie zwei Fremde von anderen Planeten gegenüberstehen.

Schon im ersten Monat gab es nur den Gewinn eines Sportwagens im maximalen Wert von ca. 65.000 Euro anstatt der im Vorfeld suggerierten 250.000 USD. Zudem kam der Gewinner aus den USA. Ein Gewinner, der eigentlich keiner hätte sein dürfen, weil Trillant bzw. die Eupac Digital Services Ltd. die Dienste um TTT in den USA aufgrund des U.S.Securities Act von 1933 nicht anbieten darf und dies auch noch in den eigenen Terms and Conditions ausgeführt wird:

„Trillant Wertmünze ... A. Eröffnung und Finanzierung von Trillant ... Der Trillant wurde nicht gemäß dem des U.S.Securities Act von 1933 registriert und darf nicht in den Vereinigten Staaten, an U.S.-Personen, auf Rechnung oder zugunsten einer U.S.-Person oder in einer Rechtsordnung, in der ein solches Angebot verboten wäre, angeboten oder verkauft werden.“ (dt. Übersetzung) Und da es sich ja nicht um ein simples Preisausschreiben gehandelt hat, sondern die Teilnehmer einen Mindestbetrag von 500 USD ins Staking geben mussten, liegt hier ein eindeutiges Vergehen gegen den U.S.Securities Act von 1933 vor.

Eine ernstzunehmende Randnotiz

Als Randnotiz sollte hier darauf hingewiesen werden, dass der letzte Halbsatz des obigen Zitats auch auf andere Rechtsordnungen als nur der U.S. amerikanischen anwendbar ist, was zum einen verdeutlicht, warum sowohl die Bafin als auch die FMA Warnmeldungen vor dem Abschluss von Geschäften mit der Eupac Digital Services Ltd. respektive Trillant und Co. und die fimna bezügliche Paraiba und der Unique Private Bank abgegeben haben, m.a.W. das „Unternehmen“ TTT sich seiner illegalen Aktivitäten bewusst ist und die Menschen, die diesen TaC bzw. AGB zugestimmt haben, dies billigend in Kauf genommen haben.

Sinnbild des Game over: Die Raffle hat es dahin gerafft

Wurde dem Anfang Januar 2023 gezogenen Gewinner des BMW-Kleinsportwagens sein Gewinn zumindest offensichtlich noch übergeben so wurde zwar im Februar 2023 unter noch kurioseren Bedingungen als im Januar ein angeblicher Gewinner aus der Schweiz für den Porsche „ermittelt“, doch hier wurde nie eine werbewirksame Übergabe des Gewinns zelebriert, wahrscheinlich, weil der sogenannte „CEO“ die nach seiner Aussage außereuropäische Schweiz nicht in seinem Navy gefunden hat.

Zerbröselung schon im dritten Monat

Im dritten Monat wurden quasi im laufenden Verfahren die Bedingungen der bereits laufenden Raffle so deutlich verändert, vom Sportwagen zu Kleingewinnen, dass eigentlich alle, die schon vorher ihren Einsatz gezahlt haben, diesen im Sinne eines Rücktrittsrechtes erstattet hätten bekommen müssen. Stattdessen wurde eine im Detail und Ergebnis nicht transparent dargestellte „demokratische“ Abstimmung inszeniert und die Verantwortung für die desaströse Promotion-Aktion somit sozusagen der Community übergeben.

Eine anfangs groß angelegte, gehypte Promotion-Aktion so im Sande verlaufen zu lassen, mit nur zwei Sportwagen im Gesamtwert von max. 130.000 USD anstatt vier Sportwagen im Gesamtwert von 1 Million USD, wobei schon der zweite nicht übergeben wurde, und eine nicht bezifferte Zahl Kleingewinne zu offerieren, wäre alleine schon ein Grund, einem hierfür verantwortlichen CEO die Tür zu weisen. Der in den Anfangsmonaten euphorisch agierende ebenfalls gehypte PR-Spezialist Hannes S. hat wohlweislich sein Gesicht schon im Dezember nicht mehr für dieses Projekt hergegeben und so verlief diese Raffle denn folgerichtig in eine für das ganze Projekt TTT sinnbildliche Richtung. Der vierte Monat der Raffle war schon gar kein Thema mehr, game over!

Keine Listung des StableCoins, absurdes KYB, sorry und adé

Auch die Ankündigungen, dass der sogenannte Stable-Coin, der TRIL, die dritte Säule des zweifelhaften Mammon-Tempels TTT, Ende des 2. Quartals an den Börsen gelistet werden sollte, wurde nach diversen Hoffnungen schürenden Verlautbarungen wieder einmal nicht eingehalten. Die Händler des Marktplatzes wurden in absurd komplizierten KYB-Verfahren an den Auszahlungen ihrer Einnahmen gehindert und nicht wenige, die mit zigtausend Euro, CHF, USD etc. in Vorleistung gegangen waren, sahen und sehen sich nun zum Teil nicht mehr in der Lage neue Ware oder neues Material zu kaufen und haben sukzessive nun einer nach dem anderen zunächst die Annahme von TRIL begrenzt, ganz eingestellt und/oder den Marktplatz verlassen.

Kühne Behauptung des CEOs zur Banklizenz

Der Kurs des TRIs sank derweil immer deutlicher in den Zehntausendstel-USDT-Bereich und dümpelt zurzeit immer noch bei ca. 0,0002irgendetwas USDT herum. Bei all dieser gegenüber den noch vor und zu Anfang des Projekts gemachten großmundigen Aussagen komplett diametralen Entwicklung hatte dann am Sonntag, den 26.02.2023 der vermeintliche CEO Erich E. in einem öffentlichen Call die Kühnheit zu behaupten, dass er und sein namentlich nicht benanntes Team, sich bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Presseartikels zum Banklizenzbetrug sowie des Videointerviews in gleicher Sache „...dieser Situation bis dato nicht bewusst waren und dies zutiefst bedauern."

Diese Aussage wurde dann am 01.03.2023 noch einmal in einer offiziellen Meldung auf der Internetpräsenz von Trillant veröffentlicht: „Wer den Live-Call am Sonntag verfolgt hat, weiß, dass wir derzeit unsere Banklizenz erneut prüfen lassen. Wir möchten betonen, dass alle Anforderungen von unserer Seite aus erfüllt wurden. Es ist jedoch bekannt geworden, dass der Dienstleister, der die Abwicklung übernommen hat, aktuell in Verruf geraten ist und unter Verdacht steht, unsachgemäß gearbeitet zu haben.

Wir waren uns dieser Situation bis dato nicht bewusst und bedauern dies zutiefst. Wir möchten unsere Gemeinschaft darüber informieren, dass wir hart daran arbeiten, die Situation zu klären und sicherzustellen, dass alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden und der Status unserer Banklizenz aufrecht erhalten wird. ...“ Quelle: https://trillant.com/status-banklizenz/

Die Fakten sprechen eine andere Sprache

Diese Darstellung wirft jedoch berechtigte Fragen auf, denn Fakt 1 ist weiterhin, dass am 17.06.2022 das „Communique de la Banque Centrale des Comores sur l’exercice illegal d’activités bancaires offshores“ (übersetzt: Mitteilung der Zentralbank der Komoren über die illegale Ausübung von Geschäften im Offshore-Banking) auf der Internetseite der BCC veröffentlicht wurde. Wer jedoch von sich behauptet, auf den Komoren eine ordentliche Banklizenz zu besitzen und gewissenhaft arbeitet, an dem sollten solche Warnmeldungen der für ihn zuständigen Zentralbank nicht vorbei gehen.

Erste Warnung schon im Mai 2019

Zudem eine ähnliche Warnung auch schon über ein erstes Communique der Banque des Centrale des Comores, datiert auf dem 23. Mai 2019, veröffentlicht wurde, in dem schon zu diesem Zeitpunkt auf das illegale Wirken der M.I.S.A. aufmerksam gemacht wurde: „Websites, die den Namen von Anjouran verwenden, wie z. B. ... , https://mwaliregistrar.com/list_of_entities ... die missbräuchlich auf Anjouran oder Mohéli domizieren und die Ausstellung von Lizenzen von Finanzinstituten anbieten, verstoßen gegen die Bankvorschriften der Union der Komoren. Quelle: https://www.comoresinfos.net/les-autorites-danjouan-et-moheli-rappeles-a-lordre-par-la-banque-centrale/

Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang, dass die Unique Private Bank Ltd., die ihre angebliche Lizenz über die MWALI Registrar / M.I.S.A erworben haben will, kurz danach am 27.05.2019 unter der Nummer B2019017 erstmalig in deren Firmenregister eingetragen wurde mit dem deutschen Staatsbürger Erich E. als Direktor und mit seinem damaligen Wohnsitz in Deutschland, dieser aber erst am 30.04.2020 als Direktor ernannt wurde.

Dies belegt ganz deutlich, dass hier schon von Beginn an ein offensichtlicher Betrug mit einer angeblichen Banklizenz vorsätzlich begangen wurde, denn diese Warnsignale und klaren Aussagen über den angeblichen Lizenzgeber dürfen einem seriösen Unternehmen nicht entgehen, zumal Erich E. immer wider beteuert hat, dass er sich für Erlangung dieser „Banklizenz“ „... bis auf die Unterhosen ausziehen musste...“, offenbar doch alles nur „nette“ Geschichten und Anekdoten, um gutgläubige Anleger zu beeindrucken und zu betrügen.

Schaut man sich aktuell auf der Seite https://mwaliregistrar.com/list_of_entities den Eintrag der Unique Private Bank Ltd. an. so fällt auf, dass der Status mit roten Lettern auf „Suspended“, m.a.W. aufgehoben bzw. ausgesetzt steht. Klickt man sich weiter, erscheint der Hinweis: „This company is under Suspended status, Annual fee wasn't paid, According to local law and M.I.S.A.'s regulation this company is not allowed to proceed activity“

Unique Private Banl Ltd. - Suspended
Dieses Unternehmen hat den Status

Übersetzung: "Dieses Unternehmen hat den Status "suspendiert". Die Jahresgebühr wurde nicht bezahlt. Gemäß den örtlichen Gesetzen und den M.I.S.A.-Vorschriften ist es diesem Unternehmen nicht gestattet, seine Tätigkeit fortzusetzen." Diese Meldung widerspricht auch sehr deutlich der Behauptung Erich E’s, dass mit der Lizenz der Unique Private Bank alles in Ordnung wäre und die Anschuldigungen eines Banklizenzbetruges im Sande verlaufen seien, wie er es in einem Video-Call des Vereins „Erfüllt Leben“ am 20.06.2023 erneut behauptet hat.

Zudem stellt diese Meldung die Aussagen des „Unternehmens“: „....Wir möchten betonen, dass alle Anforderungen von unserer Seite aus erfüllt wurden. ...“ und „...dass alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden und der Status unserer Banklizenz aufrecht erhalten wird.“ mehr als in Frage. Ein weiterer Fakt ist, dass am 04.07.2022 auf der Seite der Anwaltskanzlei Resch dieses Communique der BCC ebenfalls veröffentlicht wurde, und egal, was man von dieser Anwaltskanzlei hält, der Hinweis war sachlich korrekt und einfach im Netz zu finden.

Da der Rechtsanwalt Resch ja einschlägig auch im Unternehmenskomplex Paraiba / Unique / TTT bekannt ist, erscheint eigenartig, dass auch dessen Meldung angeblich acht Monate unbemerkt blieb. Hier zeigt sich, dass das Unternehmen offensichtlich mehr an Verschleierung denn an Transparenz und Ehrlichkeit interessiert zu sein scheint oder schlichtweg schlampig arbeitet. Ist es denn denkbar, dass in dem von Erich E. immer wieder behaupteten großem Team, kein Mensch für die Beobachtung der Veröffentlichung zum Unternehmen bereit steht? Quelle: https://www.resch-rechtsanwaelte.de/anlagebetrug/unique-private-bank-keine-lizenz.html https://www.youtube.com/watch?v=oKxdxbwmRdQ&t=27s

Fakt um Fakt legt die Lüge offen

Ein dritter Fakt ist die am 18.12.2022 erfolgte Weitergabe des genannten Communiques der BCC in die Upline eines Anlegers, mit der Bitte um Weitergabe so weit nach oben, bis eine Klärung herbeigebracht werden kann, ganz gemäß den Aufforderung des Supports, erst die Upline „straight up“ zu bemühen bevor der Support angeschrieben wird. Doch auch dieser vom Unternehmen selbst gepriesene Weg scheint ein Rohrkrepierer zu sein.

Denn obwohl schon in der zweiten Instanz dieser Upline nach oben angeblich ein Upliner (Name dem Autor bekannt) mit einer Kontonummer zwischen ein- und zweihundert war, der von sich behauptete regelmäßig an Leadercalls teilzunehmen, bei denen auch mehr oder minder der vermeintliche CEO Erich E. zugegen gewesen sein soll, kam hier nach langer Funkstille keine Rückmeldung und erst nach eindringlicher Rückfrage die lapidare und unsachgemäße Aussage, dass man doch von Anfang an gewusst habe, dass es sich bei der Banklizenz nicht um eine „Volllizenz“ handeln würde.

Hieran wird deutlich, wie die „Führungsriege“, die sogenannten Leader, entweder selbst hinters Licht geführt worden sind oder bewusst unkorrekte Informationen bzw. Beschwichtigungen verbreitet haben. Zumal dieser Aussage der Veröffentlichung auf der inzwischen und wohlweislich geleerten Seite https://www.paraibaworld.org/de/paraiba-world-geschaftsmoglichkeit/ widerspricht: „Paraiba begann im Jahr 2019 und gehört der Unique Private Bank Es ist ein voll lizensiertes globales Finanzinstitut mit Sitz auf den Komoren....“, denn man behauptet ja eine „A Class“ Banklizenz auf „Mwali“ für 25.000 Euro zu haben.

Widersprüche am laufenden Band

Hier findet sich auch die absolute Sicherheit suggerierende Aussage: „Händler (gemeint sind die angeblichen Trader) MÜSSEN Sicherheiten für Drawdowns stellen, die zu Verlusten führen könnten. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, NIEMALS ZU VERLIEREN.“ (Großschreibung im gesicherten Original). Diese Worte klangen doch ganz anders als der seit Monaten mantrenhaft den Anleger vorgebetete Hinweis auf den Risikoinvest. Entsprechend widersprüchlich zur Aussage des sogenannten Mitglieds des Leaderkreises auch die Aussage bezüglich des Unique Private Bank Hybrid Certificates: „Denn ist es ein Produkt der lizenzierten UNIQUE Private Bank, dessen CEO ebenfalls Erich E. ist.“ Quelle: https://www.paraibaworld.org/unique-private-bank-hybrid/

Eine unbeantwortete Anfrage direkt an die Geschäftsführung

Fakt 4: Am 30.01.2022 wurde der Support der Unique Exchange mit Ausrichtung an die Geschäftsführer der Unique Crypto LLC sowie der Unique Private Bank Ltd. via Mail und Ultimatum angeschrieben und u.a. mit einem klaren Hinweis auf die Warnmeldung der BCC und der Aufforderung, hierzu Stellung zu beziehen. Exakt 11 Stunden nach Absendung der E-Mail an die E-Mail-Adresse des Supports der Unique Exchange kam von diesem diese Rückmeldung: "Guten Tag Herr ....., wir leiten Ihre Ausführungen an die Geschäftsführung weiter. Mit freundlichen Grüßen UNIQUE Support Team"

Trotz Fristsetzung kam weder vom Support der Unique Exchange, noch von den angesprochenen Geschäftsleitungen eine Rückmeldung. Auch dies widerspricht der Aussage in der oben erwähnten offiziellen Erklärung zur Banklizenz "Wir möchten unsere Gemeinschaft darüber informieren, dass wir hart daran arbeiten, die Situation zu klären und sicherzustellen, dass alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden und der Status unserer Banklizenz aufrecht erhalten wird." Offensichtlich arbeitet man so hart, dass selbst die Zeit nicht aufgebracht werden kann, den besorgten Anlegern korrekte Rückmeldungen auf faktische Hiobsbotschaften zu geben.

Unique Exchange zweimal öffentlich als Scam qualifiziert

Fakt 5: In dem im Februar 2023 veröffentlichten Chainanalysis Crypto Crime Report 2023 wird die Unique Exchange als sechstgrößter Krypto-Scam des Jahres 2022 mit einer Betrugssumme von 213, 2 Mill. USD ausgewiesen. Dies wurde bereits in einer Veröffentlichung von PrivacyAffairs.com vom 18.12.2022, der Tag, an dem die Weitergabe des genannten Communiques der BCC in die Upline erfolgte, dargestellt: Hier wird die „Unique-Exchange.co/PARAIBA world scam“ an Nr. 5 in der Liste der „Biggest Crypto Scams and Hacks 2022“ mit einem „Amount stolen or lost“ von „$267 million“ geführt. Originalzitat: „Unique-Exchange.co/PARAIBA world scam: this scam netted 267 million as of July 2022.“ Quelle: https://www.privacyaffairs.com/cryptocurrency-scams-2022/

Wider besseren Wissens: der CEO kann es nicht lassen

Trotz aller dieser unwiderlegbaren Fakten behauptet der angebliche CEO Eric E. in einem sogenannten Trillant-Call des Vereins „Erfüllt Leben“ vom 20.06.2023 auf die Frage der gutgläubigen Interviewer "Wie sieht es jetzt mit der Banklizenz der Unique Exchange aus... gibt es die oder nicht ... da hattest du ja mal dein Anwaltsteam drangesetzt?" (Videotimeline 1:26:35) nahezu ohne Wimpernzucken "Die gib’s, die gib’s, da habe ich auch die Unterlagen da, das habe ich jetzt nicht öffentlich gemacht, das ist jetzt auch im Sand verlaufen im Endeffekt, .... (Videotimeline 1:28:58). https://erfuellt-leben.info/erfuellt-trillant-call-aufzeichnung/

Doch hier ist, ganz entgegen dieser unhaltbaren Aussage, die von den erstaunlich braven Interviewern, trotz aller schon zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Beweise und Berichte, nicht hinterfragt und einfach so hingenommen wurde, absolut nichts im Sande verlaufen, außer die angekündigte Prüfung seiner Anwälte und die Offenlegung der Ergebnisse. Ganz im Gegenteil sind die Fakten durch weitere Veröffentlichungen und die oben dargestellten Fakten nahezu in Stein gemeißelt.

Eine unbeantwortete Presseanfrage

Daher erhielt der angebliche CEO namentlich und der nirgendwo namentlich genannte Vorstand der angeblichen Bank am 12.07.2023 an die private E-Mail-Adresse sowie an die E-Mail-Adresse der „Bank“, info@up-bank.io, eine Internationale Presseanfrage zu der obig zitierten Aussage vom 20.06.2023 bzgl. Unique Private Bank, die hier im Folgenden im vollen Umfang wiedergeben wird:

„Sehr geehrter Herr Erich K... E.., sehr geehrter Vorstand der "Unique Private Bank Ltd.", nachdem über Presseartikel, Statements verschiedener Rechtsanwälte, Veröffentlichung in verschiedenen Internetforen, über YouTube-Videos sowie über offizielle Statements der Banque Centrale des Comores verlautbart wurde, dass die Banklizenz der "Unique Private Bank Ltd." nicht rechtens ist, da die angeblich lizenzgebende Mwali International Services Authority , kurz M.I.S.A., hierfür keine Berechtigung besitzt, haben Sie in einem Video-Call des Vereins Erfüllt leben am 20.06.2023 vor ca.1000 Zuschauern behauptet, dass mit der Banklizenz angeblich alles in Ordnung sei und Sie sich nichts vorzuwerfen haben.

Wenn dem so ist, wie sie an dieser Stelle behaupten, dann ergeben sich daraus logisch schlussfolgernd konsequenterweise entsprechende Fragen und Erkenntnisse: - Wieso erscheint die Unique Private Bank Ltd. nicht auf der Seite der auf dem gesamten Hoheitsgebiet der Union der Komoren zugelassenen Banken und Kreditinstitute? Vergleichen Sie gerne selbst unter dem folgenden Link: https://banque-comores.km/page/show/etablissements-de-credit - Eine lizenzierte Bank muss einer Bankenaufsicht unterliegen, welche Bank bzw. Institution ist die für die Unique Private Bank Ltd. zuständige Bankenaufsicht, wenn es nicht die Banque Centrale des Comores sein sollte? Wer hat diese Bank bzw. Institution dazu befugt, diese Funktion zu übernehmen?

- Wie hoch ist die Sicherheitsleistung der Unique Private Bank Ltd. für die Einlage/Investition der Kunden, sind es die 50 Millionen USD die auf der werbewirksam präsentierten Banklizenz ausgewiesen sind? - Wieso hat die zuständige Bankenaufsicht bei über nunmehr fast einjährigen Zahlungsengpässen und -versäumnissen gegenüber den Kunden noch nicht die Auszahlung der Verbindlichkeiten gegenüber den Kunden über die Sicherheitsleistung angeordnet? - Die Lizenz und die darauf ausgewiesenen 50 Millionen USD wurden für die Geschäftstätigkeit des Komplexes Paraiba - Unique Exchange - Unique Private Bank Ltd. werbewirksam risikominimierend angepriesen, warum wird dieses Werbeversprechen nun nicht eingehalten?

- Wo finden sich die jährlichen Rechenschaftsberichte und Bilanzen der Bank, die jede ordentlich Bank vorzuweisen hat und auf die die Kunden, Anleger und Investoren ein Anrecht haben? - Wo finden sich die Angaben zum Vorstand der Bank und zu einer Schlichtungs- bzw. Schiedsstelle? - Wieso können angeblich die in BitCoin bestehenden Verbindlichkeiten der Unique Exchange nicht unmittelbar in der für die Blockchain üblichen Transaktionszeit ausgezahlt werden, da es im Bereich BitCoin ausschließlich zwei Möglichkeiten gibt: 1. Die BitCoins sind vorhanden und können vom Eigner der Keys transferiert werden oder 2. es sind keine BitCoins vorhanden?

Die logische Konsequenz aus seit Monaten nicht erbrachten Leistungen gegenüber den Kunden bezüglich 1. bedeutet Unterschlagung, 2. bedeutet Insolvenz und Insolvenzverschleppung. Eine dritte Möglichkeit existiert nicht. Sie werden hiermit auch im eigenen Interesse nachdrücklich gebeten, diese Fragen binnen einer Frist von 7 Tagen eindeutig belegt, klar und exakt zu beantworten. Diese obigen Fragen und Ihre Antworten und Belege werden Gegenstand eines Presseartikels. Sollten Ihrerseits in der genannten Frist keine Antworten nebst Belegen eingehen, werden alleinig die von uns recherchierten Sachverhalte dargestellt. Mit freundlichen Grüßen, .....“

... und still ruht der EE ...

Obwohl sich Erich E. mittels eines Rechtsanwaltes beschwert hat, dass er vor der Veröffentlichung eines Artikels im österreichischen Kurier vom 05.07.2023 mit dem Titel „Verdacht auf Krypto-Betrug und Schneeballsystem: Ermittlungen zu Paraiba World“, in dem auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und des Landeskriminalamts Wien wegen des Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Betrugs und des Betriebs eines verbotenen Pyramidenspiels eingegangen wird, nicht um Stellungnahme gebeten wurde, hält er es scheinbar nicht für erforderlich, Presseanfragen zu beantworten, die ihm gerade diese Möglichkeit zur vorherigen Stellungnahme ermöglichen.

Doch dieses Opfergewand wird immer durchlässiger und selbst die Naivsten unter den Anlegern erkennen dies nach und nach, ganz wie im Andersen Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. Am 20.07.2023 ist dann ein weiterer Artikel in den Salzburger Nachrichten mit dem Titel „Millioneninvestments in Pyramidenspiel Paraiba verloren“ veröffentlicht worden, in dem u.a. auch der Bezug zur angeblichen Bank und deren vorgegaukelter Banklizenz genommen wird. Doch hier scheint Erich E. wohl auch aufgrund der „ignorierten“ Presseanfrage vom 12.07.2023 sein „Opfergewand“, zumindest in Punkto Anfragen um Stellungnahmen abgelegt zu haben, irgendwann nimmt offensichtlich jeder wahr, dass das Eis, auf dem er sich bewegt, auch zu dünn sein kann.

Das Phänomen des eskalierenden Commitments

An diesem Punkt mögen nun die Ausführungen zu dem offensichtlichen Betrug mit der Banklizenz und der damit einhergehenden suggerierten Sicherheitsleistung ein Ende finden, allerdings nicht ganz ohne Erstaunen, wie viele Anleger diese Fakten bis zum heutigen Tag ausblenden oder gar als Erfindung bezeichnen. Doch auch hierfür finden sich in der Psychologie probate Erklärungen wie eskalierendes Commitment, Entrapment, Sunk-costs-fallacy-Effekt oder Too-much-invested-to-quit-Syndrom den allen gleich ist, dass sie durch ein auf kognitiver Verzerrung basierendes Verhalten gezeichnet sind.

Zudem ist die Tragödie einer kognitiven Dissonanz darin zu sehen, dass die Betroffenen die Dissonanz ihrer Kognition verdrängen, weil sie nicht in der Auflösung der Widerspüchlichkeiten sondern in der Aufrechterhaltung ihres Glaubens ihr Heil sehen. Nur so ist es erklärlich, dass der vermeintliche CEO Menschen in seinen Bann zieht, die für diese Form der psychologischen Pirouette selbst anfällig sind.

Die Zerstörung der dritten Tragsäule

Ein weiteres Beispiel hierfür findet sich in der neuesten Entwicklung des Projekts, der endgültigen Zerstörung der dritten Tragsäule, zumindest so, wie sie von Beginn an als unerlässlich dargestellt wurde, da sie ein Garant für das Versprechen darstellte, dass die Anleger auch nach der Umstellung weiterhin dauerhaft passives Einkommen generiert bekommen. Ein Versprechen, welches selbst nach nunmehr über einem Jahr nicht eingelöst wurde.

Es beginnt mit einer Aussage des vermeintlichen CEOs Erich E. Anfang Juli 2023 in einem Zoom-Call mit John R., einem offensichtlichen Leader für Anleger in England der nach Erich E’s Aussage lange an seiner Seite ist, auf die Frage, wann TRIL auf einer Exchange verfügbar sein wird, um damit zu agieren: „...I’m not sure about, we could listing this coin. We need a lot of money on the exchange to launch the coin, right now we have about seven to eight, ääh nine million on the exchange, ok .... in the next newsletter, comes the date or the month, when we listing the coin...“ ... und Erich E. erklärt weiter, dass bei „48.000 people on the board“ die benötigten Mittel eine zurzeit nicht vorhandene Mittelmenge erfordern würde ...

Zumindest die deutschsprachigen Anleger haben seit Anfang Juli mindestens neun Newsletter erhalten, in dem in keinem ein Wort über das Datum oder den Monat des Listening /Launch des TRILs zu lesen war, was sich dann endlich mit einer Rundmail vom 23.08.2023 mit der Ankündigung eines „der wichtigsten und spannendsten Webinare des Jahres“, welches am 28.08.2023 stattfand, änderte.

Doch hört und liest man aufmerksam hin, so sagt Erich E. in einer Antwort auf die Frage des Listings des TRILs zunächst „Ich bin mir nicht sicher, ob wir diese Münze an die Börse bringen können ...“ und wenige Sätze später „.... im nächsten Newsletter, kommt das Datum oder der Monat, wann wir den Coin listen“. Hier entsteht die Frage, ob sich der Mann seiner Worte bewusst ist, die Auflösung durfte die seit einem Jahr geprellte Community dann im besagten Webinar erfahren.

Game over - das endgültige Aus des Stable-Coins

Am 28.08.2023 verkündete der angebliche CEO von Trillant, schön verklausuliert und trickreich als Chance des Neubeginns verkleidet, das Aus der bisherigen Versprechen und der Gesamtkonzeption des TTT-Projekts. Der in seiner Eigenschaft als Stable-Coin immanent wichtige Bestandteil des mantrenhaft vorgestellten „genialen“ Gesamtkonzepts der sagenumwobenen, revolutionären „future of finance“ wurde im Handumdrehen in einen Utility-Token verwandelt. Ein Affront gegenüber nahezu allen Trillant-Anlegern und Trillando-Shopbetreibern, denn nun sind sie zum wiederholten Mal auf’s Glatteis geführt und der Sicherheit ihrer Einlagen beraubt worden.

Der TRIL, der als Stable-Coin angekündigt wurde, der aber schon im Herbst des Jahres 2022 nicht, wie ebenfalls angeblich konzeptionell vorgesehen und unabdingbar, mit dem TRI gemeinsam an den Börsen wie XT.com oder Coinstore gelistet wurde, und der einen stabilen Wert von 1 : 1 mit dem USDT haben sollte, wurde nun, quasi im Handstreich, zu einem volatilen Utility-Token degradiert, obwohl den Anlegern und Shopbetreibern suggeriert wird, dass es sich um einen Coin handeln soll, der auf einer eigenen Blockchain laufen soll.

Eine grundlegende konzeptionelle Veränderung, die in jedem auch nur annähernd seriösen Unternehmen eine Vorankündigung der Änderung der AGB und der grundlegenden konzeptionellen Änderung mit einem entsprechenden Rücktrittsrecht vom bisherigen Vertrag erfordern würde und dies via Mail an jedem einzelnen Kunden, ob nun Anleger oder Shopbetreiber. Nicht so jedoch bei Trillant und Co. - AGB sind offensichtlich nur für die Kunden bindend und können beliebig geändert werden, gerne auch im Nachhinein, wie der angebliche CEO in seinem Webinar auch offen zugab.

Anfang Juli noch sagt Erich E. im englischen Call, dass er „nicht sicher (ist), ob wir diese Münze an die Börse bringen können ...“ und am 28. August behauptet er, dass er mit den „Inner circle Leuten“ schon monatelang entwickelt hat, wie der Community dieser Wechsel zum Utility-Token und dessen Launch nachvollziehbar gemacht werden kann - auch hier scheint die Konsistenz in den Verlautbarungen nicht gegeben zu sein, was deutlich darauf hinweist, dass es diese auch im gesamten Projekt nicht gibt und „Lösungen“ mit der heißen Nadel gestrickt werden, um zumindest für einen weiteren Zeitraum den Kopf aus der Schlinge und die Finger in die Geldbörsen der Anleger zu bekommen.

Den Anleger wird quasi die Pistole auf die Brust gesetzt

Interessant ist neben dem unklaren und den meisten Fachartikel zufolge auch unkorrekten Umgang mit den Begriffen Token und Coin, dass die Anleger quasi gezwungen werden, ein KYC-Verfahren mit einem ebenfalls mit einer Warnmeldung der FMA (Finanzmarktaufsicht Österreichs) versehenen Unternehmen, Mountain Wolf, zu machen und ohne dem es keine Profite mehr auf die im Trillant-Dshboard gestakten TRI und TRIL gibt, und selbst bei nachträglichem KYC, die Profite für die Zeit ab dem 23.8. nicht nachgezahlt werden.

Ohne KYC mit MW und Utility-Token Ablass geht nichts mehr

Hier wird den Anleger quasi die Pistole auf die Brust gesetzt, damit sie über den KYC und die Kontenverbindung zwischen Mountain Wolf und dem Trillant-Dashboard durch die Hintertür, an den bestehenden AGB vorbei, einen neunen Zahlungsdienstleister als die in den AGB genannte Unique Exchange und Unique Crypto LLC zu bestätigen. Zudem werden die Kunden im Kontext mit Mountain Wolf massiv dazu animiert auch hier weiteres Geld für die Mountain Wolf- und Genieswap-Token zu investieren.

Geld nur gegen frisches Geld

Doch diesem Affront setzte der angebliche CEO noch einen oben drauf. Die Anleger, die über ihre vor einem Jahr gestaktenTRI ihre „Belohnungen“ in TRIL generieren, müssen für das Auscashen der in einem Jahr angesammelten „Belohungen“ auch noch erneut frisches Geld ins System pumpen, welches in der Höhe abhängig ist, von dem über einen Zeitraum von einem Jahr auszucashenden Geld. Zudem ist die Höhe der über ein Jahr auszucashenden Gewinne auf 20 % der angesammelten TRIL begrenzt.

Erneuter Verstoss gegen die eigenen AGB

Auch dies ist eine rücktrittsrelevante AGB-Änderung, da hier sozusagen eine Zwangsgebühr für die eigenen limitiert abzuhebenden Gewinne erhoben wird und zwar in Höhe von ca. 10 %. Wobei auch die zu erwartenden Schwankungen des nun volatilen Utility-Token nicht berücksichtigt sind und was volatil in diesem System heißt, ist an den Börsenwerten des TRIs zu sehen, der relativ „stabil“ seit Wochen bei etwas über zwei zehntausendstel USDT liegt, anstatt bei 0,2 aber wahrscheinlich mehr, wie großmundig vom Leaderteam sowie dem selbsternannten Sprachrohr Erwin M. verkündet wurde.

Da sich das ganze System in seiner Dynamik immer schneller selbst wiederholt, ist auch hier zu erwarten, dass den Anlegern, wie schon beim TRI, die Auszahlungen durch einen im Sturzflug sinkenden Kurs des TRILs erneut verleidet werden. Mit viel Glück werden sie den ROI ihres neu investierten Geldes gerade erreichen, wenn überhaupt, ein Jahr ist in diesem Bereich eine lange Zeit und wie hoch waren die effektiven Einnahmen der Anleger im vergangenen Jahr? Dieser Umgang entspricht eher dem eines willkürlichen Gutsherrn vergangener Zeiten als dem eines die Einlagen der Anleger verantwortungsvoll verwaltenden CEOs eines „Großunternehmens“.

Möchte man der oben zitierten Aussage Erich E’s glauben, dass zum derzeitigen Zeitpunkt auf der Unique Exchange lediglich nur noch Werte von sieben bis neun Millionen USD vorhanden sind und errechnet man den tagesaktuellen Wert des Unternehmens Trillant aus den auf der „Masterwallet“ noch vorhandene TRIs in Höhe von etwas über 24 Mrd. TRI und dem derzeitigen Börsenwert von ca. 0,0002 USDT, so ergibt sich ein Wert von ca. 5 Millionen USDT. Addiert man hierzu mal großzügig die angeblichen 7 - 9 Millionen hinzu, die noch auf der Unique Exchange vorhanden sein sollen, die den Kunden gehören, die ja seit einem Jahr nicht mehr ausbezahlt werden, hinzu, ergibt sich ein Gesamtwert des Unternehmens von maximal 12 bis 14 Millionen USDT / USD.

Wenn ihnen schon dies zu viele und verwirrende Informationen sind, dann schauen sie sich gerne die Aufzeichnung dieser unglaublichen Offenbarung an, denn anstatt das System zu vereinfachen, wie immer vorausgesagt wurde, wird es zunehmend komplizierter, so dass die Leute entweder aussteigen und damit ihre herrenlosen Konten an Erich E. & Co. „verschenken“ oder sich von den provisionsfixierten Uplinern die neue Welt erklären und schön reden lassen und dank deren Hilfe den Anschluss an die revolutionäre „future of finance“ nicht verpassen wollen, oder sollte man doch klarer sagen den Anschiss? https://www.youtube.com/watch?v=QBvbMGgmRWM

Ein kalkulierter „People Frust“-Effekt?

Ist das u.U. ein kalkulierter „People Frust“-Effekt? Die einen werden so naiv sein, und schlechtem Geld noch gutes hinterherwerfen, um zumindest noch Brotkrumen zu erhaschen und die anderen werden das offensichtlich bankrotte System nicht mit Auszahlungsforderungen belasten und ihre Konten verwaisen lassen. Deutlich wird ersichtlich, wie auch schon bei anderen Ponzi-Scams u.a. PLCU, dass, sofern nicht der Stecker gezogen wird und bei Aufruf der Seite der allseits gefürchtete Fehler 404 erscheint (ein Fehlercode, der darauf hinweist, dass die angeforderte Seite oder Ressource nicht verfügbar ist. Die Ursache der Fehlermeldung liegt dabei auf Clientseite), die andere Scam-Taktik des ewigen, auf Hoffnung basierenden Nachpumpens gefahren wird.

Vielleicht doch besser in den Rechtsweg investieren?

Dennoch ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit bis auch hier 404 eintritt, denn wenn selbst schon bisher hart gesottene Systemanhänger und auch Leader in dieser Aktion, den Stable-Coin durch einen Utility-Token zu ersetzen und immense „Gebühren“ für die Auszahlung der Gewinne zu erpressen, eine eindeutige „Red Flag“ sehen, werden auch kaum noch neue Kunden in das System einsteigen und die bisherigen Anleger mit Sicherheit die gepriesenen zu investierenden 500 USD lieber in einem Anwalt investieren, der in der Lage ist, einen erfolgversprechenden Weg der zumindest anteiligen Schadensabwicklung gehen zu können.

Das Spiel ist aus!

„Das Spiel ist aus“ würde ein deutscher Fernsehkommissar sagen, „Game over“ die Spielekonsole. Was die österreichische und die deutsche Staatsanwaltschaft sowie das FBI und die U.S. amerikanische Staatsanwaltschaft sagen werden und zu wem, ist noch offen, die Ermittlungen allerdings laufen offensichtlich auf Hochtouren, denn es ist nicht hinnehmbar, dass mit dem Versprechen, die Menschen vor dem crashenden Finanzsystem schützen zu wollen, der Raubzug an den privaten Finanzen noch ungeheuerlicher ist.

Es ist aber deutlich, dass Paraiba, die Unique Bank und -Exchange sowie TTT auch nur Glieder in einer Kette von sich ablösenden und aufeinander aufbauenden Scams sind. Und dies ist dank dem Internet, was nahezu nichts vergisst, und der Speicherkapazität der modernen IT sehr gut dokumentiert. Vielleicht sollten die bekannten wie auch die bisher anonymen Akteure sich schon einmal an dünnere Suppen gewöhnen.

Deutliche Parallelen zu anderen Scams

Es darf auch noch darauf aufmerksam gemacht werden, dass es einigen Anlegern nicht entgangen ist, welch frappierende Parallelen zu Scams wie Hyperverse/ Hypercosmos/ Hypernation HHH bestehen, die ihre Community in ca. 4 bis 5 Plattformen umgeleitet haben, welche dann auch nicht ausgezahlt haben. Und trotzdem hängen einige dieser Community noch dem Glauben nach, dass es bald wieder klappt. Erst kürzlich hatte ein Anleger dieser Scams im Communitychat von Hyper geäußert, "vielleicht kommen ja noch Auszahlungen und alles wird gut?" und das nach fast zwei Jahren Auszahlungsstopp.

Schauen wir uns abschließend die augenscheinlich aus dem Phrasenbaukasten der Kryptoscams entnommenen Aussagen an und vergleichen diese mit den Aussagen von Paraiba und Trillant, welche sich u.a. im ersten Artikel zum Banklizenzbetrug finden: - Angeblich einzigartiges Ökosystem. - Riesen Community, die sich bei allem unterstützt und die Firma abgöttisch feiert, mit Aussagen "Wie geil ist das denn" in jedem 2. Call. - Ein Token, den man zunächst in 1$ tauschen kann bzw. können soll, dann doch nicht, und der Coin wird umbenannt bzw. umfunktioniert und infolge völlig im Wert verfällt. - Auszahlungen sind monatelang im Pending, Schuld ist eine technische Umstellung oder die Community.

- Die Community ist auch Schuld, da sich Mitglieder Unterkonten erstellt haben, dadurch wird die Firma angeblich geschröpft. - Deshalb wird ein KYC eingeführt, der die Prozess zeitlich ins Unendliche ausgedehnt, aber Schuld sind die bösen Anleger, denn sie haben ja mit ihren Unterkonten die Firma illegal ausgemostet. - Der Bärenmarkt ist auch Schuld an allem, es wird zu Geduld aufgerufen, bis dieser rum ist und dann wird’s besser - eine neue Plattform wird erstellt, die Community, die seit Monaten nicht auszahlen kann, soll nochmal 100 $ einzahlen, um auszahlen zu können.

- Die Leader kriegen kalte Füssen, ein Topleader stellt die Firma in einer Videobotschaft als Scam dar und wirbt im selben Video für ein neues Projekt, bei dem die geprellten Anleger wieder tolle Provisionen bekommen können. - Die neue Plattform zahlt auch nicht aus, Coins werden unbenannt Es wird still, die Topleader jagen dem nächsten Projekt namens "Vow" nach, es wird als "Neues Geld, wer jetzt nicht einsteigt, ist selbst schuld" beworben. etc. etc.

Die Vermutung eines Scam-Verbundes liegt nahe

Wie schon beschrieben, liegt aufgrund zahlreicher Indizien und Hinweise die Vermutung sehr nahe, dass es sich nicht um einen einzelnen Scam handelt, sondern dass wir es mit einem Scam-Verbund zu tun haben und nur weil andere Namen und Gesichter erscheinen, heißt es nicht, dass es voneinander unabhängige Scams bzw. Betrugsmaschen sind. So jagt ein „geniales Eco-System“ das nächste und zieht die gutgläubigen Anleger immer tiefer hinein, was, aufgrund der oben genannten psychologischen Effekte, es diesen immer schwieriger macht auszusteigen.

Manchmal kommt die Blockchain anders als man denkt

Die gepriesene Diversifizierung und neuen Möglichkeiten dienen allein den erweiterten Möglichkeiten des Scam-Verbundes, möglichst viele verschiedene Menschen anzusprechen und den Betrug auf viele Beine zu stellen. Auch hierzu können leider an dieser Stelle aufgrund der laufenden Strafermittlungsverfahren keine detaillierteren Aussagen gemacht werden, doch eines ist gewiss, alles kommt ans Licht.

Perspektivwechsel

Wer hat sich eigentlich diese Suppe eingebrockt, die seit einem Jahr schon nicht mehr nahrhaft ist? Was treibt die Menschen in derartige Systeme hinein, lässt sie vertrauen, glauben, hoffen und die Augen vor der Realität verschließen? Die Frage, die sich daher ein jeder stellen darf, ist doch: Wie konnte ich mich so täuschen? Und warum mache ich mir angesichts einer nahezu erdrückenden Beweislast immer noch etwas vor?

Es ist mittlerweile keinen exotische Wahrnehmung mehr, was zahlreiche Schulungswege uns seit Jahrtausenden vermitteln wollen, die Welt, die du siehst, ist immer nur ein Spiegelbild deiner Innenwelt. Fühlst du in dir noch den Mangel, erfährst du da „draußen“ Mangel. Wir ziehen das an, wir kreieren uns das, was in uns ist, die Frequenz, die wir aussenden, empfangen wir auch wieder. So sind denn Menschen wie Erich E. und seinen Kumpanen ein Spiegelbild für unser Bedürfnis nach einem nahezu kindlichem Wunsch des „Unbeschwert-versorgt-werden-wollens“. Doch die Scheine, Münzen, Coins und Token haben an sich keinen Wert, wenn wir sie nur brauchen, um den Wert, den wir uns selber nicht geben und uns nicht zugestehen, zu kompensieren.

Letztendlich und „im Endeffekt“ lässt sich alles auf die von uns verdrängte und verleugnete Angst komprimieren, dass es nicht oder nie zu reichen scheint, für ein dauerhaft glückliches, erfülltes und friedliches Leben. Und weil wir uns diese Angst nicht eingestehen wollen, projizieren wir sie nach draußen, kreieren Spiegelbilder, die wir aber zunächst als solche nicht erkennen und erklären uns zum Opfer dieser Spiegelbilder, die einen früher, die anderen später. Doch ist die ein Spiel der Täuschung, ein Spiel, dass uns zu einer Ent-Täuschung führen muss, wollen wir nicht wieder und wieder unsere Grundangst verleugnen.

Angst ist ein Symptom meines eigenen tiefen Verlustgefühls. Wenn ich, sobald ich sie in anderen wahrnehme, lerne, diesen Gedanken des Verlustes in mir wahrzunehmen und zu erlösen, ist die grundlegende Ursache der Angst beseitigt. Und dann werde ich in einem gedachten Außen auch keine Erichs, Paraiba- und Trillant-Systeme mehr brauchen, die mir Reichtum und Fülle suggerieren wollen, sie aber nie erschaffen können, weil sie selbst die Angst vor Verlust und Mangel in sich tragen, die wir durch die unsrige erst erschaffen haben.

Und vielleicht oder sogar wahrscheinlich ist es genau dies, was diese Erfahrung uns lehren will, die Sicherheit, die Fülle, der Frieden sind nicht „da draußen“ zu finden, sie sind in uns und nur da können wir sie finden. Vergeben wir uns also selbst dieses Anhaften an der Illusion „äußerer“ Sicherheit und Reichtum, dann erlösen wir auch jene, deren Sein wir als Spiegelbild für unseren inneren Mangel, unser inneres Verlustgefühl, unsere innere existenzielle Angst missbraucht haben.

Wenn wir die innere Reife und Reinheit herstellen, können wir auch die Menschen erreichen, die für ihr Leben bisher keine andere Möglichkeit gesehen haben, als ihre innere Leere mit dem Diebstahl fremder Werte zu kompensieren, eine sinnlose Aktion, doch ein Irrtum, der allseits gerne zelebriert wird und von dem sich auch der Autor dieses Zeilen nicht ausschließt. Doch Erkenntnis ist der Beginn der Veränderung, der Beginn zu einer wirklichen „neuen Ära“, nicht nur des Finanzsystems, sondern vor allem des Innensystems, denn die von mir wahrgenommene Außenwelt spiegelt immer nur meine Innenwelt wider.

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